Yonderboi - Shallow And Profound

 


Erscheinungsdatum: 17. Januar 2000
Label: Mole
ASIN: B00004LMZH
Format: Audio CD (CD-Anzahl: 1)

 

               

Das Booklet strotzt nicht gerade vor Informationen, "Mixed and Produced by Laszlo Fogarasi Jr." muss erstmal genügen. Das Foto daneben zeigt das "Studio", in dem dieses wunderschöne eklektische Downbeat-Album entstand: Ein PC Mini-Tower älteren Baujahrs, links daneben ein paar undefinierbare schwarze Kästen und rechts außen das wohl wichtigste Instrument, ein Plattenspieler inklusive "Rohstoff" -- diverse Schallplatten liegen auf dem Fischgrätparkett verstreut.

Weitere Anhaltspunkte ergeben sich aus der Tatsache, dass dieses spannende Debüt auf dem Heidelberger Mole-Label erscheint, das der Welt auch schon De-Phazz, Lemongrass und die eleganten Science-Fiction Jazz-Compilations gegeben hat. Shallow & Profound ist übrigens keine clevere Sample-Platte, denn neben dem erst 19-jährigen Laszlo spielen 9 weitere Musiker mit, vom bereits erwähnten Turntable über Saxofon und Vibrafon bis hin zu Akkordeon und Kamm. Sie produzieren Erstaunliches: "Cantaloupe Island" (von Herbie Hancock) als Solo für Akkordeon, ein Instrumental-Stück namens "Ohne Chanteuse" sowie "Riders On The Storm" ohne Jim Morrison, dafür mit einem feinen Downtempo-Breakbeat. Größtenteils baut Yonderboi jedoch auf eigene Kompositionen und sein Gefühl für atmosphärische Arrangements. Der junge Ungar mischt britischen Trip Hop, Wiener Downbeat, Französischen Hip Hop mit Ambient, Bar Jazz und eigener Folklore-Tradition zu einem dekadent-genialen Cocktail zusammen. Wie beim Absynth ist Vorsicht geboten, Yonderboi macht womöglich süchtig und benebelt die Sinne. --Christian Arndt

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